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Henning Mankell

Der E-Faktor - die Kraft der Erwartung
01.05.2019 12:05
von Ira Rueder

Der E-Faktor - die Kraft der Erwartung

CHANGE 4 SUCCESS  |  Change Management Training Coaching Mediation

Wie Erwartungen unserer persönliche Entfaltung fördern

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgerichtet, laufend Vorhersagen über die Zukunft zu treffen. Auf die Art versucht es, mit der großen Unbekannten in unserem Leben umzugehen. Erwartungen sind deshalb ein zentrales Mittel, mit deren Hilfe wir durch unser Leben navigieren. Nutzen wir sie klug!

1. Erwartungen schützen uns vor Gefahren

Fußgänger sollten sich besser nicht mit LKW anlegen. Fahrradfahrer sind in der Regel ungefährlich, wenn auch manchmal unbedacht: Unsere Erwartungen lenken unsere Aufmerksamkeit. Mögliche Gefahren spielen eine besondere Rolle: Unsere Erwartungen warnen uns und wollen uns schützen.

In unbekannten Situationen ergibt sich daraus ein Dilemma: Menschen scannen ihre Umgebung intuitiv nach Gefahren ab. Es besteht die Gefahr, dass sie Chancen übersehen.

Prüfen Sie deshalb Ihre Erwartungen: Wissen Sie sicher, dass etwas risikoreich oder gar gefährlich ist? Lokalisieren Sie das Unbekannte und geben ihm eine Chance. Sie müssen sich ja nicht gleich kopfüber hineinstürzen.

2. Manche Erwartungen sind Medizin

Den sogenannten Placebo-Effekt kennen Sie: Medikamente wirken, obwohl kein Wirkstoff darin enthalten ist, weil Patienten an die Wirkung glauben.

Bei Schmerzpatienten etwa kann ein Placebo die Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen anstoßen, sodass am Ende ein positiver medizinischer Effekt erkennbar wird.

Umgekehrt können negative Erwartungen das Schmerzempfinden steigern.

Für welche Seiten entscheiden Sie sich: Sind Sie bereit, in einer Frage den bestmöglichen Verlauf anzunehmen?

3. Erwartungen steuern unser Tun

Je positiver unsere Erwartungen, umso besser fallen die tatsächlichen Erfahrungen aus. Wer etwa daran glaubt, dass er ein hohes Alter erreichen wird, tut im Allgemeinen mehr für seine Gesundheit. Seine Lebenserwartung steigt.

Der Effekt lässt sich in noch ganz anderen Bereichen beobachten: In einem Versuch wurden Schüler als ganz besonders intelligent ausgewiesen. Nach dem Versuchsjahr hatten die Schüler tatsächlich einen höheren IQ als zuvor – dabei waren sie willkürlich ausgewählt worden. Von ihrer Erwartung gesteuert hatten die Lehrer sie jedoch anders angesprochen und gefördert. 

Wie viel trauen Sie sich selbst und Ihren Mitarbeitern zu?

4. Erwartungen beeinflussen das Stressempfinden

Neutral betrachtet, ist Stress eine körperliche Reaktion auf erhöhte Anforderungen aus der Umwelt.

Unsere Haltung zum Stress entscheidet darüber, wie wir uns mit dem Stress fühlen. Menschen mit einer positiven Haltung zum Stress nutzen die Gelegenheit, um ihre Fähigkeiten zu schulen und voranzukommen. Sie reagieren innerlich gelassen und kommen besser mit Stress zurecht als jene, die Stress generell als bedrohlich einschätzen. 

Sind Sie bereit, Stress anzunehmen und Ihre Chancen positiv zu nutzen? 

5. Erwartungen stärken die Beziehung

Freuen Sie sich auf Ihren Partner oder Ihre Partnerin! Tests zeigen, dass Ihre positiven Erwartungen auf Ihr Zusammentreffen Einfluss nehmen. Ihre Vorfreude sorgt dafür, dass Ihre Begegnung de facto schöner wird.

Was für das Zusammensein mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner gilt, kann für Ihre berufliche Umwelt nicht falsch sein:

Gehen Sie mit positiven Gedanken & Erwartungen in das nächste Treffen mit Kollegen und Mitarbeitern.

 

Quelle:

  • So könnte es kommen. 5 Gründe, weshalb Erwartungen hilfreich sind. Psychologie heute, 08/2017

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