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Henning Mankell

Lebensstile für die Zukunftsfähigkeit & Resilienz von Unternehmen
05.04.2020 15:04
von Ira Rueder

Lebensstile für die Zukunftsfähigkeit & Resilienz von Unternehmen

CHANGE 4 SUCCESS  |  Transformation Training Coaching Mediation

Manche Menschen meistern Krisen leichter als andere oder laufen in herausfordernden Situationen sogar zu produktiver Höchstleistung auf. Sie zeigen dann ihre ganzen Stärken als besonnene Planer oder impulsstarke Macher.

Genau solche Menschen werden in einer Krise an den richtigen Stellen benötigt. Dafür ist des wichtig, erkennen zu können, welche Lebensstil-Typen in einem Unternehmen besonders aktiviert werden sollten, um die Resilienz des Unternehmens zu stärken.

Das Zukunftsinstitut hat die 18 maßgeblichen Lebensstile identifiziert und beschrieben, die unsere Gesellschaft heute ausmachen. Machen Sie sich jetzt mit den Lebensstilen vertraut, die in Krisenzeiten am produktivsten sind.

Wir stellen Ihnen die sechs wichtigsten hier vor:

  • Vorwärtsmacher
  • Golden Mentor
  • Party-Hopper
  • Moderner Nomade
  • Digital Creatives
  • Sinn-Karrierist

Vorwärtsmacher

Menschen mit diesem Lebensstil sind im wahrsten Sinne des Wortes Macher und proaktive Gestalter von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie gelten häufig als Joker in scheinbar ausweglosen Situationen und werden eingewechselt, um das Spiel zu drehen. Vorwärtsmacher sehen die Krise als persönliche Herausforderung, die ihren Ehrgeiz anstachelt. Sie wollen etwas verändern und treiben diese Veränderung auch vehement voran – ihnen geht es um produktive Kreativität, am Ende steht das Ergebnis. Sie sind der wichtige Motor, der Unternehmen aus der Krise manövriert. Ihr Antrieb ist es, Wirksamkeit zu erzeugen. Sie denken groß – und auch wenn sie in bestimmten Bereichen nicht die Experten sind, sind sie diejenigen, die sich für die Experten und Expertinnen einsetzen und deren gute Ideen und Ergebnisse vorantreiben.

Vorwärtsmacher sind also perfekte „Übersetzer“, um beispielsweise Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zugänglich zu machen und zu etablieren – oder bestimmte Innovationen, die sich aus der Krise entwickelt haben, im Unternehmen durchzusetzen. Sie haben vielleicht nicht selbst immer die kreativsten Ideen, doch sie wissen, wo sie diese finden und optimal für sich und die Organisation zur Entfaltung bringen.

Golden Mentor

Der Golden Mentor ist für Unternehmen ein wertvoller Problemlöser, denn sein ruhiges Gemüt und sein kritisches Bewusstsein helfen dabei, zunächst die Faktenlage in Ruhe zu prüfen, bevor überstürzte Entscheidungen getroffen werden.

Menschen mit dem Lebensstil des Golden Mentors sind getrieben von der Neugier, jeden Tag etwas Neues zu lernen. Das garantiert ihre geistige Flexibilität und ermöglicht ihnen, ein Verständnis für die Kontexte und den Zeitgeist zu erlangen, innerhalb derer und dessen Entscheidungen getroffen werden müssen.

Dies macht den Golden Mentor unverzichtbar in einer immer komplexer werdenden Welt - und besonders in Situationen wie der aktuellen Krise. Ihre Besonnenheit und ihr ausgeprägter Orientierungssinn helfen einen Weg zu finden, wie das Unternehmen produktiv aus der Krise hervorgehen kann.

Party Hopper

Menschen mit dem Lebensstil des Party Hoppers leben Spontaneität in allen Lebensbereichen. Veränderung ist für sie der Normalfall. Sie haben eine hohe Risikobereitschaft und Experimentierfreude, was sie in Krisenzeiten, in denen bekannte Regeln außer Kraft gesetzt sind, zu wertvollen Mitarbeitern macht.

Mehr noch ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, bestehende Werte und Regeln infrage zu stellen und die Dinge anders zu denken, als sie es heute noch sind. Mit ihrer generellen Leichtigkeit und ihrem Optimismus tragen sie in Unternehmen, die sich im Umbruch befinden, zu einer produktiven Stimmung bei. Dazu verhilft ihnen auch ihr großes Selbstbewusstsein, alle Herausforderungen kreativ meistern zu können. Für Party Hopper steht der Spaß am Gestalten und das Abenteuer immer im Vordergrund.

Da sie zugleich Meister der Unabhängigkeit sind, gilt es, sie für das Projekt “bei der Stange” zu halten und ihnen genug Freiraum zur Entwicklung ihrer Ideen zu geben.

Moderner Nomade

Seine Weltoffenheit und Neugier kann dem modernen Nomaden niemand nehmen – auch keine Krise, die ihn in seiner physischen Mobilität beschränkt. Er gilt als freiheitsliebend und bindet sich ungern an ein Unternehmen, denn er liebt die Abwechslung und das Neue. Aus diesem Grund legt dieser Lebensstil auch eine immense Adaptionsfähigkeit an den Tag. Er kann überall arbeiten, ist auch im Digitalen zu Hause und somit für Unternehmen spontan einsetzbar.

Moderne Nomaden sehen die Krise als eine berufliche Herausforderung - eine Challenge, die ihn aufs nächste Level bringt. Sie sind innovative und mutige Vordenker, die mit starren Denkmustern wenig anfangen können. Krisenzeiten können sie regelrecht genießen – denn darin sind strikte und festgefahrene Regeln aufgelöst und Business as usual funktioniert nicht mehr. Nun werden ihre unorthodoxen Ideen als wertvoll und gewinnbringend angesehen. Dies kann sie an ein Unternehmen binden. Allerdings sind sie genauso schnell wieder weg, wenn sie merken, das Unternehmen sowie Kollegen und Kolleginnen wieder in den Normalmodus und zu alten Verhaltens- und Denkmustern zurückkehren. Moderne Nomaden denken ganzheitlich und global – ihre durchweg optimistische und spielerische Grundhaltung wirkt sich positiv auf das ganze Team aus.

Digital Creatives

Digital Creatives sind in der digitalisierten Welt zu Hause. Daher haben sie den Umgang mit Komplexität, Flexibilität und schnelles Anpassen an neue Situationen als Modus des modernen Lebens verinnerlicht. Sie begreifen komplexe Zusammenhänge schnell, arbeiten eigenverantwortlich und lösungsorientiert und sind sehr teamfähig. Sie sind lernhungrig, Stillstand macht sie nervös – daher ist eine Krise für sie weniger ein Schock denn eine neue Bedingung, an die es sich flexibel anzupassen gilt.

Ihr geübter und vor allem auch kreativer Umgang mit digitalen Technologien stellt neue Möglichkeiten für Unternehmen bereit, was in Zeiten der Corona-Krise unumgänglich wird. Sie bringen schnell ihre Ideen ein und sind jederzeit bereit, diese wieder zu verwerfen und Neues zu entwickeln, wenn es sich als notwendig herausstellt. Auch wenn Menschen mit diesem Lebensstil vorher in anderen Teams oder Abteilungen gearbeitet haben, ist es gewinnbringend, sie in Krisenzeiten dort mit ins Boot zu holen, wo die Weichen gestellt werden, um das Unternehmen resilient für die Zukunft aufzustellen.

Sinn-Karrierist

Der Sinn-Karrierist weiß, was wirklich wichtig ist im Leben. Dieser Lebensstil ist sehr reflektiert, hat selbst bereits die eine oder andere Krise hinter sich und daraus seine Schlüsse gezogen. Die Corona-Krise wirft ihn nicht aus der Bahn, ganz im Gegenteil: Jetzt kann er seine Kompetenzen für alle einsetzen.

Der Sinn-Karrierist versteht es wie kein anderer Lebensstil, mit Besonnenheit die sozialen Anliegen der Mitarbeitenden mit wirtschaftlichem Denken & Handeln zu kombinieren. Denn Menschen mit diesem Lebensstil sehen einen sehr großen Sinn darin, das Beste für sich und andere zu ermöglichen: Selbstverwirklichung und soziales Engagement gehen für sie Hand in Hand.

Sie sind von ihren Werten überzeugt und treiben damit zugleich einen Wertewandel in der Wirtschaft voran. Ihre starke intrinsische Motivation die Krise zu nutzen, um etwas Neues und Gutes zu schaffen, begeistert andere und richtet sie auf. Seine Zielstrebigkeit und starke Überzeugung machen den Sinn-Karrieristen zu einem Fels in der Brandung, zu einem Leuchtturm, an dem sich andere orientieren können und das auch gerne tun. Er strahlt nach außen absolute Ruhe aus - doch er braucht auch Rückzugsorte und Momente für sich selbst, an und in denen er Kraft tanken kann.

 

Quelle

  • https://www.zukunftsinstitut.de/fileadmin/user_upload/White_Paper_HR_Krisenresiliente_Lebensstile.pdf

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