Wissen ist das richtige Verständnis von Informationen.

Henning Mankell

Storytelling - Schubkraft für neue Ideen
10.01.2020 10:01
von Ira Rueder

Storytelling - Schubkraft für neue Ideen

CHANGE 4 SUCCESS  |  Change Management Training Coaching Mediation

Weshalb Organisationen lieben, was sie kennen, weshalb Sie Ablehnung für Ihre neuen Ideen nicht persönlich nehmen sollten und wie Sie Bereitschaft für Veränderungen erzeugen.

Heute ist Termin beim Vorstand. Die Präsentation steht. Es kann losgehen.

Viele Monate Vorbereitung gingen zuvor ins Land bis die Idee gereift war. Doch jetzt ist es so weit.

Und dann passiert es: Das Konzept fällt durch. Keiner der Anwesenden versteht, worin die Verbesserung liegt. Statt Begeisterung macht sich Skepsis breit. 

Haben Sie so eine Geschichte schon einmal erlebt oder doch wenigstens beobachtet? Alleine hinzusehen, tut weh: Sie oder ein Kollege macht sich voll guten Willens und Hoffnung auf den Weg. Er investiert viel Zeit und Energie, legt sich ins Zeug und prallt auf voller Länge ab. 

Weshalb soll sich jemand das antun?

Zweifellos ist die Erfahrung schmerzhaft. Wer sich engagiert, wünscht sich Zustimmung und Applaus. Nicht Ablehnung. Die Gefahr ist groß, die Abfuhr persönlich zu nehmen. Eine verständliche Reaktion, doch sie hilft nicht weiter - weder um die eigenen Emotionen zu klären, noch um es in Zukunft besser zu machen. 

Aufstehen, Krone richten, weitermachen!

Sie haben die Wahl: Sie können sich frustriert zurückziehen und die Dummheit der Menschen beklagen. Klüger und zukunftsorientierter ist es, sich klarzumachen, dass Ihre Idee durchgefallen ist und nicht Sie selbst und dass es in der Natur von Organisationen und Menschen liegt, Veränderungen zuerst einmal abzuwehren.

Diesen Punkt zu verstehen, ist wichtig: Eine Organisation will ihren Ist-Zustand stets erhalten. Eine Organisation ist ein lebendes System und Systeme streben nach Stabilität. Nur Stabilität - so die verbreitete Denkweise - bietet die Chance, länger zu bestehen. Reizen und Veränderungen gegenüber wird daher reserviert bis ablehnend reagiert, denn Veränderungen bedeuten Gefahr.

Wenn Sie sich auf den Weg machen, Überzeugungen zu hinterfragen, Strukturen aufzubrechen oder Spielräume zu erweitern, gefährden Sie das stabile System. Früher oder später rufen Sie deshalb Widerstand hervor.

Lassen Sie sich davon nicht Ihre Energie rauben! Ziehen Sie sich bitte nicht frustriert und zynisch zurück! Unsere Gegenwart braucht Menschen, die einen Schritt voran wagen!

Gut vorbereiten

Ganz ohne Blessuren geht es jedoch meist nicht. Gleichzeitig lassen sich die Zahl der blauen Flecken reduzieren, indem Sie die Kommunikation bereits anstoßen, bevor Sie mit Ihrer Idee offiziell ins Licht treten. 

Die richtigen Personen adressieren

"Richtig" sind diejenigen Personen, die von sich aus die gleichen Ziele verfolgen wie Sie. Noch besser ist es, wenn sie außerdem die Position haben, Ihrer Idee den nötigen Schub und Rückendeckung zu geben.

Überlegen Sie deshalb, wen Sie ins Boot holen. Suchen Sie sich im Vorfeld Verbündete, die Sie und Ihre Idee unterstützen - damit Sie bei Einwänden während der Präsentation nicht alleine dastehen. 

Den richtigen Moment wählen

Wenn die Aufmerksamkeit Ihrer wichtigsten Ansprechperson durch ein anderes großes Ereignis oder ein Problem ausgeschöpft ist, sollten Sie besser warten.

Manchmal ist es notwendig, den richtigen Moment abzupassen. Ein äußeres Ereignis kann die Welle erzeugen, auf der Ihre Idee ins Ziel reitet. Der Reaktorunfall in Fokushima etwa hat ein Fenster für den Atomausstieg in Deutschland geöffnet. Ob Sie diesen Schritt  persönlich unterstützen oder nicht: Das Ereignis und seine Folgen sind ein Beispiel dafür, wie sich innerhalb kurzer Zeit die Chance auf eine Veränderung eröffnet, die zuvor unmöglich erschien. Bereiten Sie Ihren Auftritt frühzeitig vor, damit Sie für Ihre Chance gerüstet sind und schnell reagieren können.

Resonanz erzeugen

Viele betriebliche Aufgaben verlangen nach rationalem Denken und Handeln. Vielleicht sind auch Sie darauf trainiert.

Wenn Sie Menschen bewegen und begeistern wollen, müssen Sie die Emotionen Ihrer Zuhörer ansprechen. Ihre Aufgabe in dem Fall ist, Ihren Zuhörern ein Bild davon zu zeichnen, wie es ist, mit Ihrer Idee zu leben und zu arbeiten. Oft ist diese Sichtweise neu und ungewohnt.

Arbeiten Sie am besten folgende Gedanken in Ihre Präsentation ein:

Welches Problem Ihrer Zuhörer löst Ihre Idee?

Versuchen Sie, denn Alltag und die Aufgaben Ihrer Zuhörer nachzuvollziehen.

  • Wie stellt sich Ihre Idee vor diesem Hintergrund dar?
  • Welche Lücke schließt sie?
  • Wie ändert sich das Leben Ihrer Zuhörer?

Sprechen Sie konkret

Verlassen Sie die abstrakte Ebene. Sprechen Sie weniger von Ideen, Konzepten und Zahlen und Fakten als darüber, was Mitarbeiter, Kunden, Kollegen oder Führungskräfte in ihrem Alltag erleben:

  • Über welche Hindernisse stolpern sie?
  • Inwiefern hilft Ihre Idee, diese Hindernisse zu überwinden?
  • Wenn Sie über den Ursprung Ihrer Idee sprechen, bietet es sich an, mit Storys einzusteigen.

Zeigen Sie etwas von sich

  • Weshalb haben Sie sich auf das Projekt eingelassen?
  • Was begeistert Sie daran?
  • Welche Hoffnungen und Wünsche verbinden Sie mit Ihrer Initiative?

Sprechen Sie über Ihre Motive und schlagen auf die Art eine Brücke zu Ihren ZuhörernMenschen verbinden sich mit Menschen, nicht mit Denk-Maschinen.

Veränderung braucht Hartnäckigkeit und Mut! Im Stillen weiß das jeder. Deshalb erzählen wir voller Bewunderung Geschichten von Helden, Rebellen und Pionieren, die sich nicht davon abhalten lassen, das zu tun, was sie für richtig halten.

Sichern Sie sich Ihren Platz in Ihrer ganz persönlichen Heldenstory.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

 

Lern-Tipps

Agile Innovator & Design Thinker. Kompakt Ausbildung. ACADEMY 4 EXCELLENCE.

Werkstatt #Change. Emotion. Motivation. Transformation. ACADEMY 4 EXCELLENCE.

Werkstatt #Storytelling. Die Kunst, mit Geschichten zu inspirieren. ACADEMY 4 EXCELLENCE.

Zurück

Copyright © CHANGE 4 SUCCESS | Ira Rueder